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Schwertpflege mit Ballistol und Polierbaste

Im Schwertkampf und historischen Fechten werden Schwerter und Fechtfedern aus Kohlenstoffstahl verwendet. Kohlenstoffstahl ist anfällig für Korrosion. Das liegt daran, dass Kohlenstoffstahl hauptsächlich aus Eisen und Kohlenstoff besteht, in ihm aber anders als bei rostfreiem Edelstahl keine Korrosionsschutz bietende Elemente wie Chrom und Nickel enthalten sind. Dass Schwerter dennoch aus Kohlenstoffstahl bestehen, hat einerseits historische Gründe und andererseits hat dieser Stahl auch positive Eigenschaften. Schwertklingen sollten flexibel, belastbar und scharf sein. Genau diese Bedingungen erfüllt Kohlenstoffstahl. Er ist zäher und lässt sich schärfer schleifen als die meisten korrosionsbeständigeren Stahlsorten.

Reinigung und Schwertpflege

Um Korrosion vorzubeugen sollten Schwerter aus Kohlenstoffstahl regelmässig gepflegt und richtig gelagert werden. Gepflegte Waffen halten länger und sehen besser aus. Nach jedem Training sollten Schwerter mit einem trockenen Tuch abgewischt und gesäubert werden. Anschliessend sollten sie mit einem geeigneten Öl eingeölt werden um sie vor Korrosion zu schützen. Zu diesem Zweck eignen sich Ballistol Universalöl und Ballistol USTA Rostlöser.

Schwertpflege mit Ballistol

 

 

Falls das Schwert bereits von Rost befallen ist

Wenn sich bereits Rost auf dem Schwert befindet, sollte dieser mit einer für Metall geeigneten Polierpaste entfernt werden. Dazu wird die Polierpaste auf die korrodierte Stelle aufgetragen. Anschliessend wird die Stelle mit Polierwatte oder einem Tuch aus Baumwolle poliert. Wenn der Rost weg ist, sollte das Schwert wieder mit einem geeigneten Öl eingeölt werden.

Polierpaste

Richtige Lagerung

Um ein Schwert aus Kohlenstoffstahl vor Rost zu schützen, sollte es eingeölt an einem trockenen Ort gelagert werden.

Vor dem Training

Vor dem Training sollte das Schwert mit einem trockenen Tuch abgewischt werden, damit die Kleider der Kontrahenten nicht mit Öl beschmiert werden.

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Schwerter von Peter Regenyei

Schwert

Schwerter und Fechtfedern von Peter Regenyei zeichnen sich durch hohe Qualität und Funktionalität sowie ein schlichtes und elegantes Design aus. Peter Regenyei ist ein Waffenschmied, der historisches Fechten auch lehrt und praktiziert. Er weiss was eine gute Waffe ausmacht und lässt seine praktische Erfahrung in sein Handwerk einfliessen. Seine hochwertigen Schwerter und Fechtfedern eignen sich hervorragend für historisches Fechten.

Die Schwerter von Peter Regenyei bestehen aus gehärtetem und flexiblem Stahl mit hoher Festigkeit und Bruchresistenz. Regenyei bietet verschiedene Typen von Schwertern an und fertig auch Schwerter nach persönlichem Geschmack an. Zur Auswahl stehen verschiedene Kreuze, Pommel und Griffe. Auch die Länge des Schwerts kann individuell bestimmt werden. Zudem bietet er auch hervorragende Standard Schwerter an, die schneller Verfügbar sind, da sie vorgefertigt werden.

Das folgende Bild zeigt das Standard Langschwert Typ 3 von Peter Regenyei. Es besticht durch schlichte Eleganz und eine ausgewogene Balance.

Langschwert

 

Wie die Schwerter bestechen auch die Fechtfedern von Peter Regenyei durch ihre schlichte Eleganz und Zweckmässigkeit. Sie sind aus hochwertigem Federstahl angefertigt und bestens fürs Sparring und Wettkämpfe geeignet.

Fechtfeder

Beim Design der Waffen orientiert sich Peter Regenyei an der Typologie von Ewart Oakeshott sowie and Fechtbüchern. Oakeshott war Mitglied der Society of Antiquaries of London. Er machte sich mit Büchern über mittelalterliche Waffen, Rüstungen und seiner Typologie von mittelalterlichen Schwertern einen Namen. Die Typologie von Oakeshott ist die Fortsetzung von Jan Petersens Typologie des Wikingerschwerts, welche von I bis IX geht. Die Oakeshott-Typologie beginnt im 11. Jahrhundert bei X und endet bei XXII im frühen 16. Jahrhundert.

Schwerter Typologie
Typologie von Ewart Oakeshott
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Die Fechtfeder

Fechtfeder

Um historisches Fechten zu erlernen, reicht es nicht, sich einfach mit ein paar Trockenübungen ein paar Techniken anzueignen.  Man muss kämpfen. Der Kampf bzw. das Sparring ist erforderlich um erlernte Techniken in der Praxis unter Druck zu erproben und um Strategien zu entwickeln. Um beim Sparring die Verletzungsgefahr zu reduzieren, kommt neben synthetischen Trainingswaffen auch die Fechtfeder zum Einsatz.

Was ist eine Fechtfeder?

Eine Fechtfeder ist eine Übungswaffe für historisches Fechten. Sie ist wie ein Schwert aus flexiblem Stahl gefertigt, hat jedoch eine schmalere, stumpfe Klinge mit abgerundeten Kanten sowie eine umgeschlagene oder abgerundete Spitze. Die Techniken müssen bei diesem Übungsgerät präziser ausgeführt werden als bei einem Schwert.

Für das Vollkontakt-Sparring mit entsprechender Schutzausrüstung empfehlen wir Fechtfedern mit einer härteren Klinge, die trotzdem flexibel genug ist um Stiche auszuführen. Die nachfolgend vorgestellten Fechtfedern von Peter Regenyei verfügen über eine hohe Verarbeitungsqualität, eine gute Ausbalancierung und ausgezeichnete Handling-Qualitäten.

Für Vollkontakt-Sparring geeignete Fechtfedern:

Die Turnier Fechtfeder von Peter Regenyei ist rund 1,5 kg schwer und hat eine Klingenlänge von 100 cm bzw. eine Gesamtlänge von 132 cm. Die am Kreuz angebrachten Parierringe bieten einen zusätzlichen Schutz für die Hände.

Fechtfeder von Peter Regenyei
Turnier Fechtfeder von Peter Regenyei

Standard Langschwert Fechtfeder von Peter Regenyei verfügt über ideale Masse und ist optimal balanciert. Die Klingenlänge ist 100 cm, die Gesamtlänge 132 cm und das Gewicht 1,4 kg.

Standard Langschwert Fechtfeder
Standard Langschwert Fechtfeder

Die PBT-Fechtfeder wurde von Peter Regenyei im Stil von Fechtfedern aus dem 15. Jahrhundert entworfen. Sie hat eine Klingenlänge von 100 cm, eine Gesamtlänge von 132 cm und ist rund 1.4 kg schwer. Dank ihrer perfekten Balance und ausgezeichneten Handhabung eignet sie sich ideal für historisches Fechten und Turnierkämpfe.

PBT-Fechtfeder
PBT-Fechtfeder
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Fechthandschuhe von Black Lance

Fechthandschuhe

Black Black Lance Technologies ist ein US-Hersteller für Fechthandschuhe, die sich für historisches Fechten eignen. Er hat zwei massgeschneiderte Versionen von Fechthandschuhen im Angebot, bei beiden handelt es sich um Fingerhandschuhe. Die teurere Version 1 für USD 225.00 und die günstigere Version 2 für USD 179.00. Bei der Version 1 handelt es sich um die erprobte und laufend weiterentwickelte Version. Die Version 2 ist ein neueres, etwas einfacheres Modell, welches er nach eigenen Angaben in Zukunft auch in 3 oder 4 Standardgrössen anbieten will.

Im September 2014 bestellte ich bei Black Lance Fechthandschuhe der Version 1. Am 24. März 2015 habe ich sie erhalten und konnte sie erstmals beim Sparring testen. Grund, für einen ersten Erfahrungsbericht.

Design und Beschaffenheit

Das Aussehen ist zwar Geschmacksache, doch ich finde, dass die Fechthandschuhe mit den Nieten an den Fingern gut aussehen. Das folgende Bild zeigt die Innen- und Aussenseite des Fechthandschuhs:

Fechthandschuhe

Wie auf der Innenseite des Fechthandschuhs erkennbar, hat er einen Innenhandschuh. Es handelt sich dabei um einen Western Safety X-Large Mechanic’s Work Glove. Diese Arbeitshandschuhe sind atmungsaktiv und schützen die Hände vor Abschürfungen und Schnitten.

western_safety

Schutz

Die Handschuhe bieten  einen guten Schutz vor Hieben für die Handwurzel, den Handrücken und das mittlere Fingergelenk. Zum Schutz der Finger wurde, ähnlich wie bei den Red Dragon Gloves, Kunststoff-Blättchen und Schaumstoff eingearbeitet. Die Schutzwirkung ist somit ähnlich, jedoch etwas besser. In Unterschied zu den Red Dragon Gloves haben die Fechthandschuhe von Black Lance zusätzlich noch einen eingearbeiteten Fingerkuppenschutz und der Daumen ist gut geschützt.

Insgesamt betrachte ich den Schutz als ausreichend. Die Black Lance Fechthandschuhe bieten den besten Schutz aller von mir bisher getesteten Fingerfechthandschuhe. Sie sind für historisches Fechten geeignet. Schmerzen und Verletzungen im Bereich der Finger können jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. So kann es trotz gutem Schutz zu Verletzungen kommen wenn ein starker Schlag ungünstig auf einen Finger trifft.

Handling

Am Anfang waren die Fechthandschuhe etwas steif und wirkten etwas zu kurz, dies obwohl sie massgeschneidert sind. Ich benötigte beim Anziehen des zweiten Fechthandschuhs einen Assistenten, welcher mir half in den Innenhandschuh zu kommen und diesen zu schliessen. Ausserdem fühlten sich die Handschuhe beim Zusammenballen der Hand etwas zu kurz an. Das hat sich mittlerweile gelegt. Inzwischen fühlen sich die Handschuhe nicht mehr so steif an. Ausserdem fühlen sie sich beim Zusammenballen der Hand nicht mehr zu kurz an und ich kann inzwischen beide alleine anziehen. Da die Fechthandschuhe nicht mehr so steif sind wie am Anfang kann ich mittlerweile recht gut mit ihnen Fechten. Vom Handling her sind sie jedoch aufrund des dicken Schutzes und ihrer Grösse nicht besser als die Sparring Gloves. Ich benötige mit den Fingerfechthandschuhen mehr Grifffläche als mit den Faustfechthandschuhen von Sparring Gloves. Dadurch erhöht sich für meine Gegner natürlich auch die Angriffsfläche für mögliche Treffer auf die Hand. Bisher haben die oft einfach den Griff der Fechtfeder getroffen, was diesen etwas in Mitleidenschaft gezogen hat.

Vergleich mit anderen Fechthandschuhen

Wie das folgende Bild veranschaulicht, sind die Black Lance Fechthandschuhe relativ grosse Fechthandschuhe. Entsprechend brauchen sie, wie bereits erwähnt, mehr Fläche beim Griff der Fechtfeder. Bei den im Bild gezeigten Fechthandschuhen, handelt es sich bei allen um Fechthandschuhe in meiner Handgrösse. Links befindet sich der Fechthandschuh von Black Lance, welcher nach meinen Handmassen angefertigt wurde. In der Mitte befindet sich mein persönlicher Fechthandschuh, das Hoof-Modell von Sparring Gloves. Rechts davon ist ein Red Dragon Fingerfechthandschuh der Grösse 13″, ebenfalls passend zu meiner Hand. In Bezug auf das Sparring bietet der Fechthandschuh von Sparring Gloves meiner Erfahrung nach am meisten Schutz. Das liegt vor allem auch daran, dass es sich dabei um eine Art Fausthandschuh handelt. Bei einem Schlag auf die Faust verteilt sich die Energie auf die Fläche. Das erhöht den Schutz für die Finger.

Fechthandschuhe_Vergleich

Fazit: Die Fechthandschuhe von Black Lance sind schön, gut gemacht und für historisches Fechten geeignet. Sie ermöglichen beim Fechten ein gutes Handling, welches jedoch nicht besser ist als bei den Faust-Fechthandschuhen von Sparring Gloves. Die Schwachstelle sehe ich beim Schutz für die Finger, der zwar besser ist als bei anderen Fingerfechthandschuhen, jedoch weniger gut ist als bei den Faustfechthandschuhen von Sparring Gloves und SPES.

Wer Interesse an Fechthandschuhen von Black Lance Technologies hat, kann sich bei mir via Kontaktformular melden.

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Fechtjacken für historisches Fechten

Fechtjacken

Für das Historischen Fechten eignen sich Fechtjacken, welche den Oberkörper gegen Hiebe und Stiche von Fechtfedern aus Stahl schützen. Die in diesem Artikel vorgestellten Fechtjacken bieten einen relativ guten Schutz bei relativ hoher Beweglichkeit.

Die Axel Pettersson Fechtjacke wiegt rund 2,5 Kilogramm und lässt sich von vorne mit einem Reissverschluss und zusätzlich mit einem überlappenden Klettverschluss schliessen. Brust, Rippen, Schultern und Ellenbogen werden durch zusätzliche Stoffschichten geschützt. Am Kragen ist ein Klingenfänger eingearbeitet.

Fechtjacke für historisches Fechten rot

Die Fechtjacke Axel Pettersson PRO basiert auf der eben vorgestellten Axel Pettersson Fechtjacke und hat ebenfalls einen Klingenfänger am Kragen. An den Ärmeln und im Schulterbereich hat die Fechtjacke abnehmbare Kunststoffprotektoren. Sie erhöhen den Schutz der Arme vor Hieben ohne die Beweglichkeit einzuschränken. Der Brustbereich wird zusätzlich durch eine mit einem Klettverschluss befestigte Lederschicht geschützt. Die PRO-Version ist rund 1 Kilogramm schwerer als die einfach Axel Pettersson Fechtjacke.

Fechtjacke Axel Pettersson PRO

Der Fechtschule Gdansk Gambeson PRO hat an den Ärmeln und im Schultzerbereich ebenfalls Protektoren aus Kuststoff. Er hat jedoch keinen zusätzlichen Lederschutz im Brustbereich und auch keinen Klingenfänger am Kragen. Die Gambeson wird mit einem starken Reissverschluss zugemacht. Er hat einen engeren Schnitt und eignet sich daher für schmale Leute. Der Gambeson ist etwas schwerer als die Axel Pettersson Fechtjacken.

Für das historische Fechten entwickelter Gambeson der Fechtschule Gdansk

 

Speziell für Damen wurde die Axel Pettersson Damen-Fechtjacke entwickelt und wiegt etwa 2,5 Kilogramm. Auch diese Fechtjacke verfügt am Kragen über einem Klingenfänger. Sie wird von vorne mit einem Reissverschluss und einem zusätzlichen Klettverschluss zugemacht.

Axel Pettersson Fechtjacke für Damen

Die vorgestellten Fechtjacken bieten einen guten Schutz für den Oberkörper beim Sparring mit Fechtfedern. Sie lassen sich über einem Brustschutz für Herren und Damen sowie einem Halssschutz tragen.

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Fechtausrüstung für historisches Fechten

Fechtausrüstung

Kluge Köpfe schützen sich. Beim historischen Fechten kommt man zudem ziemlich ins Schwitzen. Eine eigene Fechtausrüstung ist deshalb aus hygienischen Gründen empfehlenswert. Doch welche Fechtausrüstung sollte man sich anschaffen?

Für historisches Fechten geeignete Fechtausrüstung

Zum Schutz des Kopfes wird beim historischen Fechten eine Fechtmaske mit CE-Schutzniveau 2, Maskenbügel, Gummiband und einem FIE konformen Latz mit der vorgeschriebenen Widerstandskraft von 1600 Newton benötigt. Bei der Auswahl der richtigen Grösse ist darauf zu achten, dass die Fechtmaske fest anliegt, nicht wackelt und trotzdem angenehm zu tragen ist. Wir empfehlen Fechtmasken von Allstar und PBT. Diese Fechtmasken können mit einer geeigneten Fechtmaskenpolsterung mit Hinterkopfschutz ergänzt werden. Der Hinterkopfschutz wird über die Fechtmaske gestülpt und bietet einen zusätzlichen Schutz von oben, der Seite sowie den Hinterkopf und den Nackenbereich.

Fechtmaske mit Hinterkopfschutz von Allstar
Fechtmaske (CE 2/1600N) mit Hinterkopfschutz von Allstar

Wer nicht nur Schaukampf macht und wirklich kämpft, der sollte unbedingt auch seinen Hals schützen. Wir empfehlen hier einen Halsschutz von Allstar oder PBT. Der Halsschutz von PBT schützt zusätzlich auch die Schlüsselbeine.

Halsschutz von Allstar für historisches Fechten
Halsschutz von Allstar

Der Brustkorb sollte mit einem Brustschutz vor Stichen und Hieben geschützt werden. Natürlich gibt es auch eine Version für Damen.

Brustschutz
Brustschutz

Damit auch der Rest des Oberkörpers möglichst frei von Verletzungen bleibt, sollte zudem eine für historisches Fechten geeignete Fechtjacke getragen werden. Die beim klassischen Sportfechten verwendeten Fechtjacken sind für das historische Fechten untauglich. Wir empfehlen historischen Fechtern die Fechtjacken und Gambesons von SPES. Die Axel Pettersson Fechtjacke PRO verfügt über Protektoren aus Kunststoff, einen zusätzlichen Brustschutz aus Leder und einen Klingenfänger im Halsbereich.

Fechtjacke
Fechtjacke Axel Pettersson PRO

Einen besonderen Schutz beim historischen Fechten benötigen die Hände. Dabei gilt es einen Kompromiss  zwischen dem bestmöglichsten Schutz der Hände zu finden ohne dabei die Handhabung der Waffe wesentlich zu beeinträchtigen. Besonders gut bewährt haben sich hier die Fechthandschuhe von Sparring Gloves und SPES. Wer Fingerhandschuhe vorzieht, kann die Fechthandschuhe von Black Lance und Red Dragon verwenden. Die Fingerhandschuhe von Black Lance haben wir im Shop nicht im Angebot, sie können aber auf Anfrage über den Shop bestellt werden. Es muss dabei jedoch mit einer mehrmonatigen Lieferfrist gerechnet werden, da diese Handschuhe in den USA massgeschneidert hergestellt werden, was eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Ausserdem verlangt der Hersteller Black Lance eine Vorauszahlung von USD 50.00.

Sparring Gloves Special
Sparring Gloves

Zum Schutz des Unterleibs sollten Männer unbedingt einen Tiefschutz tragen. Dies damit das Schlimmste verhindert wird, sollte einmal ein Schlag oder ein Stich mit dem Schwert in der Region von Weichteilen zwischen die Beine gehen. Ausserdem ist ja beim historischen Fechten auch Nahkampf möglich, was nicht ausschliessen lässt, dass auch einmal ein Knie zum Einsatz kommt. Die Kosten für einen Tiefschutz halten sich in Grenzen und es lohnt sich wirklich sich so einen anzuschaffen.

Tiefschutz für historisches Fechten
Tiefschutz für historisches Fechten

Als zusätzlicher Schutz für den Unterleib bietet sich als Ergänzung noch ein Waffenrock an.

Gepolsteter Waffenrock (Ansicht von hinten)
Gepolsteter Waffenrock (Ansicht von hinten)

Eine umfassende Fechtausrüstung beinhaltet natürlich auch Fechthosen. Für das historische Fechten eignen sich gepolsterte Fechthosen. Gute Fechthosen hat SPES im Angebot. Sie verfügen über Schaumstoff-Polster in der Oberschenkelregion und sind im Bereich der Kniegelenke mit Steppstoff verstärkt. Ausserdem lässt sich an den Hosen ein dazu passender Knieschutz anbringen. Auf einen solchen sollte den Knien zuliebe ebenfalls nicht verzichtet werden.

Fechthose schwarz
Gepolsterte Fechthose für historisches Fechten von SPES

An den Fechthosen von SPES lässt sich der im folgenden Bild gezeigte Knieschutz anbringen.

Knieschutz
Knieschutz von SPES

Passend zu den Fechthosen haben wir geeignete Fechtsocken im Angebot.

Fechtsocken
Fechtsocken von SPES

Um Schienbeine und Waden zu schützen bietet sich der Schienbein- und Wadenschutz VECTIR an.

Schienbeinschoner
Schienbein- und Wadenschutz Vectir

Für die Füsse empfehlen wir die Fechtschuhe D’ARTAGNAN IV von adidas.

Fechtschuhe D’ARTAGNAN IV von adidas
Fechtschuhe D’ARTAGNAN IV von adidas

Wer gut ausgerüstet ist, benötigt natürlich auch noch eine gute Fechtwaffe. Das können Trainingswaffen aus Kunstoff, Holz und Stahl sein. Für Turniere werden Fechtfedern benötigt. Eine gute Fechtfeder ist die PBT-Fechtfeder von Peter Regenyei.

Fechtfeder von PBT, hersgestellt von Regenyei
PBT-Fechtfeder für historisches Fechten
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Schwertkampf mit Trainingswaffen von Cold Steel

Mithilfe der Trainingswaffen von Cold Steel können Sie grundlegende Schwertkampf-Techniken erlernen ohne sich dabei einer erheblichen Verletzungsgefahr auszusetzen. Für das Erlernen von historischen europäischen Schwertkampf- und Fechttechniken eignen sich das Langschwert, das Schwert , das Gladius, die Streitaxt, die Trainingsdolche und der Buckler von Cold Steel.

Für das Erlernen der Grundtechniken im Schwertkampf mit dem Langschwert eignet sich das Anderthalbhänder Schwert von Cold Steel. Es hat eine Gesamtlänge von 110 cm und besteht aus robustem und beständigem Polypropylen.

Trainingsschwert
Anderhalbhänder Schwert von Cold Steel

Das Schwert von Cold Steel besteht aus demselben Material wie das Langschwert und hat eine Gesamtlänge rund 99 cm. Es ist robust und eignet sich sehr gut für das Erlernen von Grundtechniken für den Schwertkampf mit dem einhändig geführten mittelalterlichen Schwert.

Trainingsschwert
Schwert von Cold Steel

Auch der Buckler von Cold Steel, also der Faustschild, besteht aus stabilem Polypropylen. Er ist die passende Ergänzung zum Schwert von Cold Steel.

Buckler
Buckler

Wie im Mittelalter mit Schwert und Buckler gekämpft wurde, dokumentiert das Manuskript I 33, ein Fechtbuch aus dem 14. Jahrhundert. Anbei eine Darstellung aus diesem Fechtbuch:

Schwertkampf mit Buckler
Das Manuskript I. 33 gilt als ältestes bekanntes Fechtbuch Europas

Der folgende Film demonstriert eindrücklich die Stabilität der Trainingswaffen von Cold Steel:

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Red Dragon Fechthandschuhe

Red Dragon Fechthandschuhe

Die Red Dragon Fechthandschuhe sind speziell  für das historische Fechten entwickelte Fingerhandschuhe. Die Finger werden aussen durch überlappende 4mm dicke Kunstfoffplatten aus Microfasern und innen mit  einer Schlag dämpfenden Schaumstoffpolsterung von 10mm dicke geschützt.  Die Fechthandschuhe bieten bei einem relativ guten Schutz eine hohe Flexibilität und ermöglichen eine gute Waffenführung.  Sie wurden primär zum Schutz gegen synthetische Sparring Waffen wie die Rawlings Proline Xtreme Sparring Schwerter entwickelt und sind auch für das Sparring mit dem Shinai geeignet. Einige historische Fechter verwenden sie auch für das Fechten mit Fechtfedern aus Stahl.

Fechthandschuhe
Fechthandschuhe von Red Dragon

Für das Fechten mit Fechtfedern sind die Fingerhandschuhe von Red Dragon jedoch nur bedingt geeignet. Die Red Dragon Fechthandschuhe können mit einem zusätzlichen Fingerkuppenschutz bzw. Fingerschutzkappen kombiniert werden, was insbesondere beim Fechten mit Fechtfedern empfehlenswert ist.

Hergestellt wurden die Red Dragon Fechthandschuhe in China. Sie sind daher vom Preis im Vergleich zu anderen Fechthandschuhen relativ preiswert.

Im folgenden Video ist ein Testbericht zu den Red Dragon Fechthandschuhen von Matt Easton von der Schola Gladitora zu sehen:

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Schwert mit Klinge aus Aluminium

Schwert

Ein Schwert aus Aluminium hat eine etwa 6 mm breite Schlagkante und einen abgerundeten Ort. Es ist gut ausbalanciert, liegt gut in der Hand und kommt vom Gewicht her Schwertern aus Stahl relativ nahe.

Schwert aus Aluminium mit Hohlkehle

Schwert

Langschwert aus Aluminium mit Hohlkehle

Schwert aus Aluminium mit Hohlkehle
Lang-Schwert aus Aluminium mit Hohlkehle

Schwerter aus einer Aluminiumlegierung werden beim historischen Fechten für das technische Training eingesetzt. Sie sind robust und haben damit eine lange Lebensdauer. Darüber hinaus hat eine Aluminium-Klinge gegenüber Stahlklingen den Vorteil, dass sich die Schartenbildung beim Fechttraining in Grenzen hält. Die Klingen sind jedoch anders als z.B. bei Fechtfedern aus Stahl nicht flexibel. Weshalb Alu-Waffen aus Sicherheitsgründen nicht für das Sparring sondern nur für den Waffendrill verwendet werden sollten.

Es gibt Aluminium Schwerter mit Hohlklinge und solche ohne Hohlkehle. Wobei die Schwerter ohne Hohlkehle etwas schwerer sind.

Langschwert aus Aluminium ohne Hohlkehle

Aluminium-Schwert ohne Hohlkehle
Lang-Schwert aus Aluminium ohne Hohlkehle

Aluminium ist ein häufig vorkommendes Metall, welches in der Natur überwiegend in gebundener Form vorkommt. Es wird hauptsächlich aus dem Aluminium-Erz Bauxit gewonnen. Die Herstellung von Aluminium erfolgt durch Schmelzflusselektrolyse und benötigt relativ viel Energie und hohe Temperaturen.

Eigenschaften von Aluminium

Aluminium ist ein relativ weiches und zähes Metall, wobei seine Eigenschaften mit Legierungen modifiziert werden können. Aluminiumlegierungen mit Magnesium, Silicium und anderen Metallen erreichen mit Stahl vergleichbare Festigkeiten.

Im Mittelalter dürften nach heutigem Kenntnisstand keine Aluminium-Waffen eingesetzt worden sein. Aluminium dürfte damals noch unbekannt gewesen sein. Ausserdem bedarf es einer aufwendigen Herstellung. In Europa kam es erst zu Beginn des 19. Jahrhundert auf.

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Sparring Schwerter

Beim historischen Fechten werden zu Trainingszwecken und bei Wettkämpfen stumpfe und flexible Sparring Schwerter verwendet. Das können stumpfe Schwerter und Fechtfedern aus Stahl, Schwerter aus Holz, Bambus und Kunststoffschwerter sein.

Fechtfedern aus Stahl

Fechtfedern aus Stahl kommen beim fortgeschrittenen Sparring und bei Turnieren zum Einsatz. Wie Bilder aus alten Fechtbüchern dokumentieren, wurden Fechtfedern aus Stahl bereits im Mittelalter eingesetzt.

Fechtfeder
Turnier Fechtfeder von Peter Regenyei

Schwerter aus Kunststoff

Ebenfalls beliebt beim Sparring sind die Sparring Schwerter der Red Dragon Armoury. Sie bestehen aus schlagfestem Kunststoff und haben am vorderen Drittel der Klinge eine flexible Spitze um Stiche abzufedern. Damit haben Sie gegenüber ebenfalls beim Sparring verwendeten japanischen Bambusschwertern, sogenannten Shinais, einen entscheidenden Vorteil. Das Langschwert aus Kunststoff ist schwerer als ein Shinai, man kann mit ihm saubere Hiebe ausführen und es hat eine längere Klinge. Auch bei Schwertern aus Kunststoff ist Schutzbekleidung notwendig um Verletzungen zu vermeiden. Um das Gewicht der Kunststoffschwerter zu erhöben und damit die Balance zu verbessern, können sie mit einem Stahlknauf und einer Parierstange aus Stahl ausgestattet werden.

Rawlings Proline Xtreme Sparring Langschwert Langschwert Rawlings Proline Xtreme Sparring Schwert Schwert Rawlings Proline Xtreme Sparring Korbschwert Korbschwert Der Vorteil der Kunststoffschwerter der Red Dragon Armoury ist, dass sie zerlegbar sind und mit verschiedenen Komponenten zusammengesetzt werden können. So ist es möglich aus einem Schwert ein Korbschwert zu machen. Ebenfalls können der Griff des Langschwerts und des Schwerts mit einem längeren Knauf ergänzt werden.  So wird dem einhändig geführten Schwert ein Anderhalbhänder auch Bastardschwert genannt. Ebenfalls kann beim Langschwert und beim Schwert ein Knauf aus Stahl und eine Parierstange aus Stahl montiert werden. Dadurch erhöht sich das Gewicht der Schwerter, was zu einer besseren Balance führt und die Handhabung verbessert. Die Zerlegbarkeit macht es auch einfach abgenutzte Teile zu ersetzen. So können z.B. durch intensives Training abgenutzte alte Klingen problemlos mit neuen ersetzt werden ohne dabei ein neues Schwert kaufen zu müssen.

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Fechtfedern im historischen Kontext

Fechtfedern sind stumpfe und flexible Übungswaffen aus Stahl.  Sie sind etwas leichter und schmaler als ein Langschwert und verfügen zum Schutz der Finger über eine Abstufung vor der Parierstange. Ursprünglich wurden Fechtfedern im 15. und 16. Jahrhundert für die Ausbildung am Langschwert verwendet. Dadurch, dass die Klingen von Fechtfedern stumpf und flexibel sind, verringert sich die Verletzungsgefahr bei der Ausbildung. Vorsicht ist trotzdem angebracht. Ohne ausreichende Schutzausrüstung können diese Ausbildungswaffen schwerwiegende Verletzungen verursachen und sogar tödlich sein.

Fechtfeder
Moderne Fechtfeder von Peter Regenyei

Geschichte der Fechtfeder

Wie es zum Namen „Feder“ für diese Ausbildungswaffen kam, ist bis dato wissenschaftlich nicht schlüssig geklärt worden.  Eine frühe Erwähnung des Wortes Feder im Zusammenhang mit Fechten datiert aus dem Jahr 1570. Damals schloss sich eine Gruppe von Fechtern, die sich Federfechter nannten, zu einer Gilde zusammen. Es ist nahe liegend, dass der Name dieser Gilde einen Bezug zur Fechtfeder hat. Da der Ursprung des Wortes Feder für diese Ausbildungswaffe jedoch bis dato nicht geklärt ist, ist es schwierig ihr Aufkommen schlüssig zu bestimmen. Einen Hinweis geben Darstellungen in Fechtbüchern. Damit lässt sich zumindest nachweisen, wann es sie bereits gegeben haben muss.

Die älteste mir bekannte Darstellung von Fechtfedern findet sich im Fechtbuch Codex Danzig, welches um 1452 verfasst wurde und Peter von Danzig zugeschrieben wird. Weitere Darstellungen mit Fechtfedern aus dem 15. Jahrhundert findet man bei Paulus Kal (um 1480). Vermehrt finden sich Darstellungen mit Fechtfedern in Fechtbüchern um 1500 wie z.B. im Fechtbuch von Peter Falkner (um 1495). Paulus Hector Mair (nach 1542) und Joachim Meyer (um 1560) zeigen Fechter dann hauptsächlich noch mit Fechtfedern.

Peter von Danzig
Darstellung um 1452 mit „von Tag“ und „Alber“ aus Fechtbuch von Peter von Danzig
Paulus Kal
Darstellung mit Fechtfeder aus Fechtbuch von Paulus Kal um 1480
Fechtfeder, Peter Falkner
Aus Fechtbuch „Kunste Zu Ritterlicher Were“ von Peter Falkner, um 1495
Fechtbuch Paulus Hector Mair
Fechtbuch von Paulus Hector Mair (Cod. Vindobensis 10825/26), n. 1542
Fechtbuch "Gründtliche Beschreibung der Kunst des Fechtens" von Joachim Meyer um 1570
von Joachim Meyer um 1560

Im 21. Jht. werden moderne Fechtfedern beim historische Fechten für das Sparring (Kämpfe zu Übungszwecken) und bei Wettkämpfen verwendet. Siehe folgendes Video:

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Fechthandschuhe für historisches Fechten

Fechthandschuhe SPES

Gute Fechthandschuhe zum Schutz der Hände sind unerlässlich. Für historisches Fechten geeignete Fechthandschuhe müssen die Hände vor Stichen und Hieben mit Fechtfedern und Schwertern schützen. Sie sollten zudem möglichst beweglich sein und eine gute Handhabung der Waffe ermöglichen. Die Hersteller solcher Fechthandschuhe müssen einen Widerspruch überwinden. Sie müssen Handschuhe entwickeln, die trotz hoher Schutzwirkung eine gute Handhabung der Fechtwaffen ermöglichen.

Die folgenden Fechthandschuhe wurden speziell für historisches Fechten entwickelt:

 

Sparring Gloves

Die Sparring Gloves basieren auf der langjährigen Erfahrung von Fechtmeistern der Fechtschule Gdansk in Polen und wurden speziell für das historische Fechten entwickelt. Sie sind in den zwei Modellen „Gdansk“ und „Hoof“ erhältlich. Das Gdansk Modell ist ein reiner Fausthandschuh. Das Hoof-Modell hat eine Art Klaue, welche eine noch bessere Handhabung der Waffe ermöglicht.

Fechthandschuhe
Gdansk und Hoof Modell von Sparring Gloves

Die Fechthandschuhe werden aus imprägnierten Cordura und Kalbsleder von Hand gefertigt. Sie absorbieren die Energie von Hieben, schützen vor Stichen und bieten damit einen umfassenden Schutz für Hände und Finger. Dank ihrer Flexibilität ermöglichen sie eine gute Handhabe von Fechtwaffen. Diese Fechthandschuhe sind für das Sparring mit Fechtfedern und Schwerter aufgrund ihrer Eigenschaften sehr empfehlenswert. Das Unfallrisiko wird mit ihnen spürbar reduziert. Für einen optimalen Komfort sollten diese Fechthandschuhe mit Unterhandschuhen getragen werden. Gut geeignet als Unterhandschuhe sind Mechaniker- und Militärfingerhandschuhe.

 

Heavy Gloves

Die „Heavy Gloves“ wurden  von SPES, dem führenden Hersteller von Fechtsportartikeln für historisches Fechten entwickelt. Es handelt sich dabei um Fausthandschuhe mit überlappende Protektoren aus Polypropylen. Sie bieten einen relativ guten Schutz. Polypropylen ist ein sehr robuster und widerstandsfähiger Kunststoff. Auf der Innenseite sind die Handschuhe mit Leder versehen, was einen besseren Griff an der Waffe ermöglicht.

Fechthandschuhe SPES
Heavy Gloves Fechthandschuhe für historisches Fechten

 

Fechthandschuhe von Black Lance

Einen gut aussehenden, speziell für das historische Fechten konzipierten, Fingerhandschuh bietet der US-Hersteller Black Lance Technologies. Es handelt sich dabei um das HEMA Gloves 3.0 Modell. Das Modell erinnert ein wenig an Alpinestars Motorradhandschuhe, bietet jedoch einen besseren Schutz als diese. Die Finger und Fingerspitzen werden durch Plastikprotektoren geschützt, die mit Leder und Nieten überzogen sind.

Fechthandschuhe
Fechthandschuhe von Black Lance

 

Red Dragon Fingerfechthandschuhe

Die Red Dragon Fingerfechthandschuhe wurden von Red Dragon Armouries in zusammenarbeit mit historischen Fechtern in Grossbritannien entwickelt. Für den nötigen Schutz sorgen überlappende Kunststoffplatten und ein schlagdämpfender Schaum. Zum Schutz der Fingerkuppen sollten zusätzlich Fingerschutzkappen getragen werden.

Fechthandschuhe
Red Dragon Fechthandschuhe für historisches Fechten