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Schwerter von Peter Regenyei

Schwert

Schwerter und Fechtfedern von Peter Regenyei zeichnen sich durch hohe Qualität und Funktionalität sowie ein schlichtes und elegantes Design aus. Peter Regenyei ist ein Waffenschmied, der historisches Fechten auch lehrt und praktiziert. Er weiss was eine gute Waffe ausmacht und lässt seine praktische Erfahrung in sein Handwerk einfliessen. Seine hochwertigen Schwerter und Fechtfedern eignen sich hervorragend für historisches Fechten.

Die Schwerter von Peter Regenyei bestehen aus gehärtetem und flexiblem Stahl mit hoher Festigkeit und Bruchresistenz. Regenyei bietet verschiedene Typen von Schwertern an und fertig auch Schwerter nach persönlichem Geschmack an. Zur Auswahl stehen verschiedene Kreuze, Pommel und Griffe. Auch die Länge des Schwerts kann individuell bestimmt werden. Zudem bietet er auch hervorragende Standard Schwerter an, die schneller Verfügbar sind, da sie vorgefertigt werden.

Das folgende Bild zeigt das Standard Langschwert Typ 3 von Peter Regenyei. Es besticht durch schlichte Eleganz und eine ausgewogene Balance.

Langschwert

 

Wie die Schwerter bestechen auch die Fechtfedern von Peter Regenyei durch ihre schlichte Eleganz und Zweckmässigkeit. Sie sind aus hochwertigem Federstahl angefertigt und bestens fürs Sparring und Wettkämpfe geeignet.

Fechtfeder

Beim Design der Waffen orientiert sich Peter Regenyei an der Typologie von Ewart Oakeshott sowie and Fechtbüchern. Oakeshott war Mitglied der Society of Antiquaries of London. Er machte sich mit Büchern über mittelalterliche Waffen, Rüstungen und seiner Typologie von mittelalterlichen Schwertern einen Namen. Die Typologie von Oakeshott ist die Fortsetzung von Jan Petersens Typologie des Wikingerschwerts, welche von I bis IX geht. Die Oakeshott-Typologie beginnt im 11. Jahrhundert bei X und endet bei XXII im frühen 16. Jahrhundert.

Schwerter Typologie
Typologie von Ewart Oakeshott
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New York Times berichtet über Longpoint Turnier

Die renommierte amerikanische Tageszeitung New York Times berichtete kürzlich über das Longpoint Turnier, Amerikas grösstes Turnier für historisches Fechten. Der Artikel macht deutlich, dass historisches Fechten eine ernst zunehmende internationale Sportart ist, die sich deutlich von Reenactment und Schaukampf unterscheidet. Beim historischen Fechten geht es um Fechten als Kampfsport und nicht um das Rekonstruieren historischer Ereignisse in möglichst authentischer Weise. Die Wettkämpfe sind real, es sind keine Schaukämpfe. Entsprechend wichtig ist beim historischen Fechten die Fechtausrüstung. Wie im klassischen Sportfechten, geht es auch beim historischen Fechten um Geschwindigkeit, technisches Können, Kondition und Geschick.

Zum Bericht Bericht in der New York Times

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Grundlagen der Deutschen Fechtschule im Schwertkampf

Der Schwertkampf mit dem langen Schwert nach der Deutschen Fechtschule basiert auf den folgenden vier Säulen:

  • den drei Wundern
  • den vier Grundhuten
  • den fünf Meisterhauen
  • den fünf Wörtern

Die drei Wunder:
Die drei Wunder bezeichnen die grundlegenden Anwendungen, für die man ein Schwert gebrauchen kann. Mit einem Schwert kann man „HAUEN“, „SCHNEIDEN“ und „STECHEN“.

Die vier Grundhuten:
Eine Hut ist eine Grundstellung im Schwertkampf, welche den Gegner direkt oder indirekt bedroht. Die Bezeichnung „Hut“ stammt wahrscheinlich aus der Redewendung „auf der Hut sein“, denn das sollten die beiden gegenüberstehenden Kontrahenten sein. Die Kontrahenten stehen sich im Schwertkampf gegenüber und lauern sich mit verschiedenen Huten auf. Die Deutsche Schule basiert auf den vier Huten „ALBER“ (1), „VOM TAG (2)“, „OCHS“ (3) und „PFLUG“ (4). Neben diesen Huten gibt es noch weitere Huten wie die Nebenhut, der Schrankhut, der Schlüssel, das Einhorn, der Hangetort, der Langort und die Wechselhut.

Huten
Die vier Grundhuten beim Fechten mit dem langen Schwert

Die fünf Meisterhaue

Grundsätzlich werden von oben geführte Hiebe im Schwertfechten als „Oberhau“, horizontal auf Bauchhöhe geschlagene Hiebe als „Mittelhau“ und von unten geführte als „Unterhau“ bezeichnet. Die fünf Meisterhaue sind ausgefeiltere Techniken, die je Lage im Kampf eingesetzt werden können um die Oberhand zu gewinnen. Die fünf Meisterhaue sind „der Zornhau“, „der Scheitelhau“, „der Schielhau“, „der Zwerchhau“ und „der Krumphau“.

Der Zornhau ist ein kräftig geschlagener Hau von rechts oben nach links unten oder von links oben nach rechts unten. Beim Ausüben des Schlags im ersten Fall wird ein Schritt mit dem rechten Bein und im zweiten Fall ein Schritt mit dem linken Bein nach vorne gemacht. Er wird von den Huten „Ochs“, „vom Tag“, „Pflug“ und „Nebenhut“ geschlagen.

Zornhau
Zornhau gegen Stich / Quelle: Fechtbuch von Paulus Hector Mair

Der Scheitelhau wird aus den Huten „vom Tag“ und „Pflug“ geschlagen. Er wird gegen die Hut „Alber“ und Angriffe auf die Beine eingesetzt. Der Scheitelhau bricht die Hut „Alber“!

Scheitelhau
Scheitelhau gegen Alber / Quelle: Fechtbuch von Paulus Hector Mair

Der Zwerchhau wird aus den Huten „Ochs“, „vom Tag“, „Pflug“ und „Nebenhut“ geschlagen. Der Zwerchhau bricht die Hut „vom Tag“. Der folgende Film zeigt den Zwerchau in der praktischen Anwendung:

Der Schielhau kann aus allen Huten geschlagen werden. Er wird eingesetzt um den Angriff eines Gegners zu kontern. Er eignet sich um kraftvolle Fechter abzuwehren.  Der Schielhau bricht die Huten „Pflug“ und „Langort“.

Der Krumphau kann gegen einen Oberhau als auch gegen einen Unterhau eingesetzt werden. Er wird gerne mit einer Scheibenwischer-Bewegung verglichen, mit welcher die gegnerische Klinge weggeschlagen wird. Der Krumphau bricht die Huten „Ochs“ und „Langort“.

Die fünf Wörter

Die zwei Wörter für die Schwertklinge sind „Schwäche“ und „Stärke“. Wobei hintere Teil der Schwertklinge vom Kreuz bis etwa zur Mitte als Stärke und der vordere Teil ab der Mitte bis zum Ort als Schwäche bezeichnet wird.

Die übrigen drei Wörter sind „VOR“, „INDES“ und „NACH“. Diese Wörter stehen für die zeitliche Koordination, auf Englisch das Timing, von Aktionen im Schwertkampf. Ein Schwertkämpfer sollte im Kampf darauf achten, dass er im „VOR“ ist. Der Fechter im „VOR“ agiert, der Kämpfer im „NACHT“ reagiert. „INDES“ bedeutet gleichzeitig.  Wer im „NACH“ ist, sollte mit „INDES-Techniken“ versuchen das Blatt zu wenden. Beispiel: Der Kontrahent im „VOR“ greift mit einem Oberhau an, der Kontrahent im „NACH“ reagiert indem er mit einem Schielhau den Oberhau bricht und kontert.

Noch etwas: Beim Fechten immer zum Mann und nicht zur Waffe schlagen.

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Swiss HEMA Gathering

Zum vierten Mal infolge findet im November 2014 das Swiss HEMA Gathering statt. Diese Versammlung von Schweizer Schwertkampf-Enthusiasten findet seit 2011 einmal pro Jahr statt. Der Veranstalter ist der Schweizer Verband für Historische Europäische Kampfkünste. HEMA ist übrigens die Abkürzung für Historical European Martial Arts.

Neben Workshops für Schwertkampftechniken findet an der Veranstaltung auch ein zweitägiges Schwertkampfturnier mit dem Langschwert statt. Dabei wird mit Fechtfedern aus Stahl gekämpft, was viel Action verspricht.

Swiss HEMA Gathering
BILD: SWISS HEMA GATHERING 2013

Datum und Ort der Veranstaltung:

Das Swiss HEMA Gathering findet am 15. und 16. November 2014 ab 9.00 Uhr in  der Sporthalle MZA an der Holzgasse in Urtenen-Schönbühl im Kanton Bern statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Veranstalter.

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Ausrüstung für historisches Fechten

Um Verletzungen im Kampf vorzubeugen, ist beim historischen Fechten auf eine gute Schutzausrüstung zu achten. Diese muss den Körper vor Schlägen und Stichen einer Fechtfeder schützen und soll trotzdem beweglich und flexibel sein.

Kopfschutz / Fechtmasken

Für den Kopfschutz eignen sich Fechtmasken mit einem Schutzfaktor von 1600 Newton Durchstossfestigkeit. Von Fechtmasken mit geringerer Durchstossfestigkeit ist abzuraten, da sie nicht ausreichend schützen! Um einen umfassenden Kopfschutz sicherzustellen, sollte die Fechtmaske zusätzlich mit einer Fechtmaskenpolsterung mit Hinterkopfschutz ergänzt werden. Diese bietet zusätzlichen Schutz gegen Schläge von oben, von der Seite und von hinten.

Fechtmaske mit Hinterkopfschutz von Allstar
Fechtmaske mit Hinterkopfschutz von Allstar

Halsschutz

Beim historischen Fechten sollte der Hals unbedingt durch einem guten Halsschutz geschützt sein. Der Halsschutz sollte nicht zu weich sein und vor allem beim Kehlkopf ein steifes Stück Kunststoff integriert haben. Der Halsschutz von PBT schützt zusätzlich auch die Schlüsselbeine.

Halsschutz von PBT für historisches Fechten
Halsschutz von PBT für historisches Fechten

Fechtjacke

Um den Oberkörper zu schützen gibt es speziell für historisches Fechten konzipierte Fechtjacken. Diese bieten gegenüber den normalen Fechtjacken einen umfassenderen Schutz. Wir empfehlen die Axel Petterson Fechtjacke PRO. Sie ist speziell für historisches Fechten entwickelt worden und bietet einen guten Schutz bei relativ hohem Tragkomfort und guter Beweglichkeit. Die Jacke hat abnehmbare speziell geformte Protektoren aus Kunststoff. Um das Schutzniveau der Jacke zu erhöhen ist auf der Vorderseite der Jacke eine zusätzliche Schicht aus Leder eingebracht. Ein weiterer Vorteil dieser Fechtjacke ist, dass der Fechtmeister relativ rasch für den Kampf angezogen ist.

Fechtjacke Axel Pettersson PRO
Fechtjacke Axel Pettersson PRO

Fechthandschuhe

Bei Fechthandschuhen für historisches Fechten ist zwingend darauf zu achten, dass sie Hände und Finger vor Schlägen mit einer Stahlklinge schützen. Ideal sind Fechthandschuhe, die den mittelalterlichen Hentzen (Panzerhandschuhen) nachempfunden sind.

Fechthandschuhe
Fechthandschuhe für historisches Fechten

Tiefschutz

Für den Schutz des Unterleibs sollte beim Kampf unbedingt ein Tiefschutz getragen werden. Dieser sollte einen Protektor aus Plastik zum Schutz der Weichteile integriert haben.

Tiefschutz für historisches Fechten
Tiefschutz für historisches Fechten

Fechthosen

Zum Schutz der Hüften, der Oberschenkel und der Kniegelenke gibt es speziell für historisches Fechten konzipierte Fechthosen. Wir empfehlen die Fechthose von SPES. Um den Schutz der Kniegelenke zu erhöhen, kann man an dieser Fechthose Protektoren aus Plastik anbringen und fixieren.

Fechthose
Fechthose mit Knieschutz für historisches Fechten

Schienbeinschoner

Zum Schutz gegen Tiefschläge sollten beim historischen Fechten auch unbedingt die Schienbeine geschützt werden. Wir empfehlen die Schienbeinschoner von SPES.

Schienbeinschoner
Schienbeinschoner für historisches Fechten

Trainingswaffen

Beginnern empfehlen wir das Trainings-Langschwert von Cold Steel. Es besteht aus dem Kunststoff Polypropylen, hält etwas aus und eignet sich um Schlag- und Abwehrtechniken zu üben.

Polypropylen Schwert
Polypropylen Schwert von Cold Steel.

Ebenfalls ideal für Beginner ist das Rawlings Xtreme Sparring Langschwert. Dieses Schwert kann auch für den Stich eingesetzt werden, da es im oberen Drittel bei der Spitze über eine flexible Klinge verfügt, die den Stich abfedert. Da das Schwert in einem modularen System zusammengestellt wird, kann es mit einem Stahlkreuz und Knauf aus Stahl ergänzt werden. Das erhöht das Gewicht und verbessert die Balance.

Sparring Langschwert
RDA – Xtreme Synthetic Sparring Langschwert

Für Dolchfechten empfehlen wir den Trainingsdolch oder ein Gummimesser von Cold Steel. Der Trainingsdolch besteht aus Polypropylen und hat eine 30 cm lange Klinge sowie eine abnehmbare Parierstange.

Trainings Dolch
Dolch aus Polypropylen für Dolchfechten.

Das Gummimesser besteht aus Santoprene und hat eine rund 18 cm lange Klinge.

Gummimesser
Gummimesser von Cold Steel

Für das fortgeschrittene Sparring empfehlen wir die PBT Standard Fechtfeder von Peter Regenyei. Sie ist leicht, flexibel, hat eine stumpfe Spitze und biegt sich im Stich.

Fechtfeder von PBT, hersgestellt von Regenyei
Fechtfeder von PBT

Für Fortgeschrittene, die an Wettkämpfen teilnehmen wollen eignet sich eine Turnier Fechtfeder. Diese Fechtfeder verfügt neben der Parierstange noch über zwei Bügel, welche die Hände zusätzlich schützen.

Fechtfeder
Turnier Fechtfeder von Peter Regenyei
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Was ist Historisches Fechten?

Historisches Fechten ist eine Kampfsportart, die sich in den 1990er Jahren unter dem Begriff Historical European Martial Arts, kurz HEMA, entwickelt hat. Bei der Ausübung dieser Sportart werden Kampftechniken angewandt, die in Europa vom 13. bis zum frühen 17. Jahrhundert verbreitet waren. Dementsprechend werden damals gebräuchliche Fechtwaffen eingesetzt.

Historisches Fechten
Szene aus dem Fechtbuch von Peter Falkner um 1495

Beispiele für Historisches Fechten:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=ln94E9AGYTc[/youtube]
 

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=6WzAHNdvWDU[/youtube]

Dolchfechten:

Das Dolchfechten ist vergleichbar mit dem Kampf mit Messern. Ein historischer Dolch ist in der Regel etwas länger als ein Messer. Im Gegensatz zum Messer, das zum Schneiden gedacht ist, ist ein Dolch primär eine Stichwaffe.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=WNIFpaRuocA[/youtube]