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Nützliches zur Selbstverteidigung mit Pfefferspray

Abwehrsprays wie z.B. ein Pfefferspray gehören zu den wirksamsten Mitteln für die Notwehr. Sie ermöglichen es Angreifer zu stoppen ohne ihnen in der Regel schwere Verletzungen zuzufügen. Der Umgang mit Abwehrsprays ist je nach verwendetem Wirkstoff unterschiedlich gesetzlich geregelt. Abwehrsprays mit CA-, CN-, CR- und CS-Wirkstoffen gelten in der Schweiz als Waffen, da diese Wirkstoffe die Gesundheit von Menschen auf Dauer schädigen können. Pfeffersprays mit dem Wirkstoff Oleoresin Capsicum fallen mit wenigen Ausnahmen nicht unter das Waffengesetz. Bei diesen Produkten gelten die Bestimmungen des Chemikaliengesetzes. Pfeffersprays können von Personen mit Mindestalter 18 frei erworben werden.

Pfeffersprays und CS-Sprays im Vergleich

Pfeffersprays enthalten den natürlichen Wirkstoff Oleoresin Capsicum (OC). Er wird aus Chilischoten gewonnen und enthält die Wirksubstanz Capsaicin. Diese führt bei Nervenzellen, vor allem bei Augen und Schleimhäuten zu starken Reaktionen wie tränende und geschwollene Augen, heftiger Juckreiz, Husten und Atemnot. Angreifer werden damit wirksam gestoppt.

CS-Sprays enthalten den Wirkstoff o-Chlorbenzyliden Malononitril, der als Tränengas bekannt ist. Die Reizwirkung von CS beruht auf einer unspezifischen Zellschädigung, die je nach Konzentration zu Entzündungsreaktionen und zum Zelltod führen kann. CS wirkt über das Schmerzzentrum. Die Wirkung von CS kann daher bei Personen mit reduziertem Schmerzempfinden z.B. durch Alkohol und Drogeneinfluss gering sein bzw. verzögert eintreten. Pfefferspray wirkt bei diesen Personen deutlich stärker und erzielt auch bei Tieren eine abwehrende Wirkung.

Die verschiedenen Pfefferspraysorten

Bei Pfeffersprays wird zwischen Nebel (Fog), ballistischer Feinstrahl (Jet), Schaum (Foam) und Gel unterschieden.

•  Nebel ist ein breiter, fein zerstäubter meist konischer Strahl. Er erfordert kein präzises Zielen hat aber eine geringere Reichweite als ein ballistischer Feinstrahl und ist überdies anfälliger für Wind. Mit grossen Nebelsprays wie z.B. dem MK9 Fogger Pfefferspray mit einer Reichweite von 8-10 Metern können auch Personengruppen gestoppt oder in Schach gehalten werden.

Ballistischer Feinstrahl hat eine hohe Zielgenauigkeit und erzeugt bei Volltreffern eine starke Wirkung. Durch die hohe Reichweite kann man den Angreifer auf Distanz halten. Diese Pfeffersprays sind weniger anfällig für Wind, erfordern jedoch eine höhere Zielgenauigkeit als ein Nebelspray. Für die Guardian-Angel III Pfefferpistole ist eine Laserzielvorrichtung erhältlich, welche die Treffsicherheit erhöht.

Schaum ist ein breiter Strahl mit schaumartiger Konsistenz, der die Sicht des Angreifers einschränkt. Wie beim Nebel ist bei Schaum eine geringere Zielgenauigkeit erforderlich. Die Reichweite ist in der Regel etwas geringer als beim Strahl oder Gel. Dafür eignet er sich gut für den Einsatz in Räumen und Verkehrsmitteln, da er sich anders als herkömmliche Pfeffersprays nicht im Raum ausbreitet.

Gel ist ein gebündelter Strahl mit zäher Konsistenz und hoher Reichweite. Der Strahl erfordert ein genaueres Zielen, ist dafür aber weniger windanfällig und hat eine grössere Reichweite. Wie der Schaum eignet auch er sich für geschlossene Räume und den Einsatz in Verkehrsmitteln.

Tipps für den Einsatz von Pfeffersprays

Führen Sie den Pfefferspray stets griffbereit bei sich, damit sie ihn im Notfall schnell zur Hand haben. Nehmen Sie ihn lieber einmal zu früh in die Hand und warnen Sie den Angreifer mit den Worten „Stopp Pfeffer!“ Achten Sie vor dem Einsatz auf die Windrichtung. Wenn Sie den Pfefferspray gegen den Angreifer richten, halten Sie ihn nicht zu weit von Ihrem Körper entfernt. Der Angreifer könnte Ihnen den Spray sonst aus der Hand schlagen. Im Idealfall halten Sie den Spray dicht an Ihrem Körper und strecken die freie Hand in Richtung des Angreifers um einen möglichen Schlag abwehren zu können. Wenn sich der Angreifer trotz Treffer blind auf sie zubewegt, halten sie den Pfefferspray weiterhin auf auf seinen Kopf gerichtet und bewegen sie sich im Rückwärtsgang von ihm weg.

Behandlung nach Kontakt mit Wirkstoff von Pfefferspray

Wer mit dem Wirkstoff eines Pfeffersprays in Kontakt geraten ist, sollte  diesen möglichst schnell mehre Minuten lang mit kaltem Wasser abspülen. Das entfernt den Wirkstoff und sorgt dafür, dass die Poren der Haut geschlossen und damit eine weitere Aufnahme Wirkstoffs verhindert wird. Reiben, Schrubben und Kratzen sollte unbedingt vermieden werden. Denn dies führt dazu, dass der Wirkstoff noch intensiver in die Haut eindringt. Die durch den Wirkstoff ausgelösten Schmerzen lassen nach 10–20 Minuten langsam nach. Wenn die Symptome nach 45 Minuten immer noch anhalten, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Zusammenfassung und Tipps

Pfeffersprays wirken im Allgemeinen zuverlässiger als CS-Sprays und sind in der Schweiz ab Mindestalter 18 frei erhältlich. Ihr Einsatz ist in Notwehrsituationen bei Angriffen auf Leib und Leben erlaubt. Pfeffersprays mit ballistischem Feinstrahl und Gel haben im Allgemeinen eine grössere Reichweite als Pfeffersprays mit Nebel und Schaum. Sie sind überdies auch weniger anfällig für Wind. Grosse Nebel-Pfeffersprays wie der MK9 Fogger sind jedoch auch für den Einsatz über grössere Distanzen geeignet. Gel und Schaum eignen sich für Notwehrsituationen in Räumen und Fahrzeugen. Um einen Pfefferspray im Ernstfall wirksam einsetzen zu können lohnt es sich den Einsatz zu üben. Ausserdem sollte er stets griffbereit bei sich getragen werden, damit er im Ernstfall schnell zur Hand ist.

Guardian Angel III Pfefferspray