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Grundlagen der Deutschen Fechtschule im Schwertkampf

Der Schwertkampf mit dem langen Schwert nach der Deutschen Fechtschule basiert auf den folgenden vier Säulen:

  • den drei Wundern
  • den vier Grundhuten
  • den fünf Meisterhauen
  • den fünf Wörtern

Die drei Wunder:
Die drei Wunder bezeichnen die grundlegenden Anwendungen, für die man ein Schwert gebrauchen kann. Mit einem Schwert kann man „HAUEN“, „SCHNEIDEN“ und „STECHEN“.

Die vier Grundhuten:
Eine Hut ist eine Grundstellung im Schwertkampf, welche den Gegner direkt oder indirekt bedroht. Die Bezeichnung „Hut“ stammt wahrscheinlich aus der Redewendung „auf der Hut sein“, denn das sollten die beiden gegenüberstehenden Kontrahenten sein. Die Kontrahenten stehen sich im Schwertkampf gegenüber und lauern sich mit verschiedenen Huten auf. Die Deutsche Schule basiert auf den vier Huten „ALBER“ (1), „VOM TAG (2)“, „OCHS“ (3) und „PFLUG“ (4). Neben diesen Huten gibt es noch weitere Huten wie die Nebenhut, der Schrankhut, der Schlüssel, das Einhorn, der Hangetort, der Langort und die Wechselhut.

Huten
Die vier Grundhuten beim Fechten mit dem langen Schwert

Die fünf Meisterhaue

Grundsätzlich werden von oben geführte Hiebe im Schwertfechten als „Oberhau“, horizontal auf Bauchhöhe geschlagene Hiebe als „Mittelhau“ und von unten geführte als „Unterhau“ bezeichnet. Die fünf Meisterhaue sind ausgefeiltere Techniken, die je Lage im Kampf eingesetzt werden können um die Oberhand zu gewinnen. Die fünf Meisterhaue sind „der Zornhau“, „der Scheitelhau“, „der Schielhau“, „der Zwerchhau“ und „der Krumphau“.

Der Zornhau ist ein kräftig geschlagener Hau von rechts oben nach links unten oder von links oben nach rechts unten. Beim Ausüben des Schlags im ersten Fall wird ein Schritt mit dem rechten Bein und im zweiten Fall ein Schritt mit dem linken Bein nach vorne gemacht. Er wird von den Huten „Ochs“, „vom Tag“, „Pflug“ und „Nebenhut“ geschlagen.

Zornhau
Zornhau gegen Stich / Quelle: Fechtbuch von Paulus Hector Mair

Der Scheitelhau wird aus den Huten „vom Tag“ und „Pflug“ geschlagen. Er wird gegen die Hut „Alber“ und Angriffe auf die Beine eingesetzt. Der Scheitelhau bricht die Hut „Alber“!

Scheitelhau
Scheitelhau gegen Alber / Quelle: Fechtbuch von Paulus Hector Mair

Der Zwerchhau wird aus den Huten „Ochs“, „vom Tag“, „Pflug“ und „Nebenhut“ geschlagen. Der Zwerchhau bricht die Hut „vom Tag“. Der folgende Film zeigt den Zwerchau in der praktischen Anwendung:

Der Schielhau kann aus allen Huten geschlagen werden. Er wird eingesetzt um den Angriff eines Gegners zu kontern. Er eignet sich um kraftvolle Fechter abzuwehren.  Der Schielhau bricht die Huten „Pflug“ und „Langort“.

Der Krumphau kann gegen einen Oberhau als auch gegen einen Unterhau eingesetzt werden. Er wird gerne mit einer Scheibenwischer-Bewegung verglichen, mit welcher die gegnerische Klinge weggeschlagen wird. Der Krumphau bricht die Huten „Ochs“ und „Langort“.

Die fünf Wörter

Die zwei Wörter für die Schwertklinge sind „Schwäche“ und „Stärke“. Wobei hintere Teil der Schwertklinge vom Kreuz bis etwa zur Mitte als Stärke und der vordere Teil ab der Mitte bis zum Ort als Schwäche bezeichnet wird.

Die übrigen drei Wörter sind „VOR“, „INDES“ und „NACH“. Diese Wörter stehen für die zeitliche Koordination, auf Englisch das Timing, von Aktionen im Schwertkampf. Ein Schwertkämpfer sollte im Kampf darauf achten, dass er im „VOR“ ist. Der Fechter im „VOR“ agiert, der Kämpfer im „NACHT“ reagiert. „INDES“ bedeutet gleichzeitig.  Wer im „NACH“ ist, sollte mit „INDES-Techniken“ versuchen das Blatt zu wenden. Beispiel: Der Kontrahent im „VOR“ greift mit einem Oberhau an, der Kontrahent im „NACH“ reagiert indem er mit einem Schielhau den Oberhau bricht und kontert.

Noch etwas: Beim Fechten immer zum Mann und nicht zur Waffe schlagen.

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Swiss HEMA Gathering

Zum vierten Mal infolge findet im November 2014 das Swiss HEMA Gathering statt. Diese Versammlung von Schweizer Schwertkampf-Enthusiasten findet seit 2011 einmal pro Jahr statt. Der Veranstalter ist der Schweizer Verband für Historische Europäische Kampfkünste. HEMA ist übrigens die Abkürzung für Historical European Martial Arts.

Neben Workshops für Schwertkampftechniken findet an der Veranstaltung auch ein zweitägiges Schwertkampfturnier mit dem Langschwert statt. Dabei wird mit Fechtfedern aus Stahl gekämpft, was viel Action verspricht.

Swiss HEMA Gathering
BILD: SWISS HEMA GATHERING 2013

Datum und Ort der Veranstaltung:

Das Swiss HEMA Gathering findet am 15. und 16. November 2014 ab 9.00 Uhr in  der Sporthalle MZA an der Holzgasse in Urtenen-Schönbühl im Kanton Bern statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Veranstalter.

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Schwertkampf mit Trainingswaffen von Cold Steel

Mithilfe der Trainingswaffen von Cold Steel können Sie grundlegende Schwertkampf-Techniken erlernen ohne sich dabei einer erheblichen Verletzungsgefahr auszusetzen. Für das Erlernen von historischen europäischen Schwertkampf- und Fechttechniken eignen sich das Langschwert, das Schwert , das Gladius, die Streitaxt, die Trainingsdolche und der Buckler von Cold Steel.

Für das Erlernen der Grundtechniken im Schwertkampf mit dem Langschwert eignet sich das Anderthalbhänder Schwert von Cold Steel. Es hat eine Gesamtlänge von 110 cm und besteht aus robustem und beständigem Polypropylen.

Trainingsschwert
Anderhalbhänder Schwert von Cold Steel

Das Schwert von Cold Steel besteht aus demselben Material wie das Langschwert und hat eine Gesamtlänge rund 99 cm. Es ist robust und eignet sich sehr gut für das Erlernen von Grundtechniken für den Schwertkampf mit dem einhändig geführten mittelalterlichen Schwert.

Trainingsschwert
Schwert von Cold Steel

Auch der Buckler von Cold Steel, also der Faustschild, besteht aus stabilem Polypropylen. Er ist die passende Ergänzung zum Schwert von Cold Steel.

Buckler
Buckler

Wie im Mittelalter mit Schwert und Buckler gekämpft wurde, dokumentiert das Manuskript I 33, ein Fechtbuch aus dem 14. Jahrhundert. Anbei eine Darstellung aus diesem Fechtbuch:

Schwertkampf mit Buckler
Das Manuskript I. 33 gilt als ältestes bekanntes Fechtbuch Europas

Der folgende Film demonstriert eindrücklich die Stabilität der Trainingswaffen von Cold Steel: