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Europäisches Langschwert ist Katana überlegen

Das japanische Langschwert „Katana“ ist für seine aufwändige Herstellung und schärfe bekannt und wird deswegen gerne als ultimatives Schwert in den Himmel gerühmt. Zu Recht? Nein, denn es kommt nicht nur auf die Schärfe an.

Die spezielle Herstellung des japanischen Langschwerts begründet sich auf der minderwertigen Stahlqualität, die den Japanern zur Verfügung stand. Trotz des aufwendigen Herstellungsverfahrens für japanische Schwerter, stehen ihnen europäische Schwerter in nichts nach. Im Gegenteil, sie scheiden im Test sogar besser ab, wie der folgende Dokumentarfilm zeigt:

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Swiss HEMA Gathering

Zum vierten Mal infolge findet im November 2014 das Swiss HEMA Gathering statt. Diese Versammlung von Schweizer Schwertkampf-Enthusiasten findet seit 2011 einmal pro Jahr statt. Der Veranstalter ist der Schweizer Verband für Historische Europäische Kampfkünste. HEMA ist übrigens die Abkürzung für Historical European Martial Arts.

Neben Workshops für Schwertkampftechniken findet an der Veranstaltung auch ein zweitägiges Schwertkampfturnier mit dem Langschwert statt. Dabei wird mit Fechtfedern aus Stahl gekämpft, was viel Action verspricht.

Swiss HEMA Gathering
BILD: SWISS HEMA GATHERING 2013

Datum und Ort der Veranstaltung:

Das Swiss HEMA Gathering findet am 15. und 16. November 2014 ab 9.00 Uhr in  der Sporthalle MZA an der Holzgasse in Urtenen-Schönbühl im Kanton Bern statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Veranstalter.

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Schwertkampf mit Trainingswaffen von Cold Steel

Mithilfe der Trainingswaffen von Cold Steel können Sie grundlegende Schwertkampf-Techniken erlernen ohne sich dabei einer erheblichen Verletzungsgefahr auszusetzen. Für das Erlernen von historischen europäischen Schwertkampf- und Fechttechniken eignen sich das Langschwert, das Schwert , das Gladius, die Streitaxt, die Trainingsdolche und der Buckler von Cold Steel.

Für das Erlernen der Grundtechniken im Schwertkampf mit dem Langschwert eignet sich das Anderthalbhänder Schwert von Cold Steel. Es hat eine Gesamtlänge von 110 cm und besteht aus robustem und beständigem Polypropylen.

Trainingsschwert
Anderhalbhänder Schwert von Cold Steel

Das Schwert von Cold Steel besteht aus demselben Material wie das Langschwert und hat eine Gesamtlänge rund 99 cm. Es ist robust und eignet sich sehr gut für das Erlernen von Grundtechniken für den Schwertkampf mit dem einhändig geführten mittelalterlichen Schwert.

Trainingsschwert
Schwert von Cold Steel

Auch der Buckler von Cold Steel, also der Faustschild, besteht aus stabilem Polypropylen. Er ist die passende Ergänzung zum Schwert von Cold Steel.

Buckler
Buckler

Wie im Mittelalter mit Schwert und Buckler gekämpft wurde, dokumentiert das Manuskript I 33, ein Fechtbuch aus dem 14. Jahrhundert. Anbei eine Darstellung aus diesem Fechtbuch:

Schwertkampf mit Buckler
Das Manuskript I. 33 gilt als ältestes bekanntes Fechtbuch Europas

Der folgende Film demonstriert eindrücklich die Stabilität der Trainingswaffen von Cold Steel:

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Fechten mit dem zweihändig geführten Langschwert

Dass Fechten nicht gleich Fechten ist, zeigen die wesentlich verschiedenen Techniken zwischen zweihändig und einhändig geführten Schwertern. Zweihändig geführte Fechttechniken kamen beim Einsatz von zweihändig geführten Anderthalbhändern und Zweihandlangschwertern zum Einsatz.

Was ist ein Langschwert?

Mit der Bezeichnung Langschwert werden Schwerter mit einer langen Klinge von Schwertern mit einer kurzen Klinge, den sogenannten Kurzschwertern unterschieden. Langschwerter lassen sich in vier Typen einteilen. Einhändig geführte Langschwerter, einhändig geführte Langschwerter mit verlängertem Griff, zweihändig geführte Langschwerter mit langem Griff und zweihändig geführte Langschwerter enormen Ausmasses.

Zu den einhändig geführten Langschwertern gehören die römischen Spathae und daraus entwickelte frühmittelalterliche Schwerter. Das nachfolgende Bild zeigt vier römische Tetrachen zwischen Ende des 3. und anfangs des 4. Jht. nach Christus, die mit einem Spatha, einem römischen Langschwert, bewaffnet sind. Das Gladius war das römische Kurzschwert, welches unter anderem den Gladiatoren ihren Namen gab und von römischen Infanteristen eingesetzt wurde.

Spatha
Portrait der vier Tetrarchen Galerius, Constantius, Augusti Diokletian und Maximian.

Zu den einhändig geführten Langschwertern mit verlängertem Griff gehören die sogenannten Anderthalbhänder. Es handelt sich dabei um eine Mischform zwischen einhändig und zweihändig geführten Fechtwaffen, die in der Regel einhändig geführt wurden, es aber auch erlaubten mit beiden Händen zu fechten. Diese Waffen konnten im Gegensatz zu zweihändig geführten Fechtwaffen von berittenen Kriegern eingesetzt werden.

Anderthalbhänder
Anderhalbhänder Flamberg

Die zweihändig geführten Langschwerter mit langem Griff wurden, wie das römische Kurzschwert vorwiegend von Infanterieeinheiten eingesetzt. Wobei die beidhändig eingesetzte Fechtwaffe keine Verwendung eines Schildes ermöglichte. Die zweihändig geführten Langschwerter dürften sich im 14. Jahrhundert aus den bereits zuvor existierenden Anderthalbhändern entwickelt haben. Wie das folgende Bild zeigt, erfordert das Fechten mit zwei Händen eine komplett andere Technik als das Fechten mit einhändig geführten Fechtwaffen.

Historisches Fechten
Fechten mit dem Zweihänder

In der Renaissance tauchten dann Zweihandschwerter enormer Grösse auf, die sogenannten Bidenhänder. Diese Schwerter wurden ähnlich wie eine Hellebarde als sogenannte Gassenhauer gegen feindliche Pikeniere eingesetzt. Die Kampftechnik dieser zweihändig geführten Fechtwaffen unterscheidet sich wiederum wesentlich von derjenigen der zweihändig geführten Langschwerter des Spätmittelalters. Der folgende Film zeigt zu was solche Riesenschwerter fähig sind.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=_hfLZozBVpM[/youtube]

Wobei die kleineren Zweihänder des Mittelalters nicht unterschätzt werden sollen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=-SOz9WTpo_U[/youtube]

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Sparring Schwerter

Beim historischen Fechten werden zu Trainingszwecken und bei Wettkämpfen stumpfe und flexible Sparring Schwerter verwendet. Das können stumpfe Schwerter und Fechtfedern aus Stahl, Schwerter aus Holz, Bambus und Kunststoffschwerter sein.

Fechtfedern aus Stahl

Fechtfedern aus Stahl kommen beim fortgeschrittenen Sparring und bei Turnieren zum Einsatz. Wie Bilder aus alten Fechtbüchern dokumentieren, wurden Fechtfedern aus Stahl bereits im Mittelalter eingesetzt.

Fechtfeder
Turnier Fechtfeder von Peter Regenyei

Schwerter aus Kunststoff

Ebenfalls beliebt beim Sparring sind die Sparring Schwerter der Red Dragon Armoury. Sie bestehen aus schlagfestem Kunststoff und haben am vorderen Drittel der Klinge eine flexible Spitze um Stiche abzufedern. Damit haben Sie gegenüber ebenfalls beim Sparring verwendeten japanischen Bambusschwertern, sogenannten Shinais, einen entscheidenden Vorteil. Das Langschwert aus Kunststoff ist schwerer als ein Shinai, man kann mit ihm saubere Hiebe ausführen und es hat eine längere Klinge. Auch bei Schwertern aus Kunststoff ist Schutzbekleidung notwendig um Verletzungen zu vermeiden. Um das Gewicht der Kunststoffschwerter zu erhöben und damit die Balance zu verbessern, können sie mit einem Stahlknauf und einer Parierstange aus Stahl ausgestattet werden.

Rawlings Proline Xtreme Sparring Langschwert Langschwert Rawlings Proline Xtreme Sparring Schwert Schwert Rawlings Proline Xtreme Sparring Korbschwert Korbschwert Der Vorteil der Kunststoffschwerter der Red Dragon Armoury ist, dass sie zerlegbar sind und mit verschiedenen Komponenten zusammengesetzt werden können. So ist es möglich aus einem Schwert ein Korbschwert zu machen. Ebenfalls können der Griff des Langschwerts und des Schwerts mit einem längeren Knauf ergänzt werden.  So wird dem einhändig geführten Schwert ein Anderhalbhänder auch Bastardschwert genannt. Ebenfalls kann beim Langschwert und beim Schwert ein Knauf aus Stahl und eine Parierstange aus Stahl montiert werden. Dadurch erhöht sich das Gewicht der Schwerter, was zu einer besseren Balance führt und die Handhabung verbessert. Die Zerlegbarkeit macht es auch einfach abgenutzte Teile zu ersetzen. So können z.B. durch intensives Training abgenutzte alte Klingen problemlos mit neuen ersetzt werden ohne dabei ein neues Schwert kaufen zu müssen.

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Flammberg Schwert

Der Flammberg ist ein Zweihänder-Langschwert, welches sich durch seine geflammte Klinge auszeichnet. Das ursprünglich aus der Schweiz stammende Schwert wird auch Flamberg, Flamberge, Flammberge oder Flammenschwert genannt.

Es dürfte seinen Namen von seiner flammenförmigen Klinge haben. Darauf deutet die Version mit Doppel-M hin, welche Bezug auf die Worte «Flamme» respektive «geflammt» nimmt.

Einige Waffenkundler vertreten jedoch die Ansicht, dass sich der Name auf ein Schwert des französischen Ritters Renaud de Montauban bezieht, welches wohl «Flamberge» hiess. Ich persönlich bin ein Anhänger der Version mit Doppel-M, da mir die Erklärung des Namens mit Bezug zu einer Flamme im Hinblick auf die Form der Klinge plausibel erscheint.

Flamberg bzw. Flammenschwert
Flammberg bzw. Flammenschwert

Der Flammberg wurde als Gassenhauer verwendet um Gassen in feindliche Pikenierformationen zu schlagen. Mit diesem Schwert wurden auch feindliche Soldaten, die zwischen Pikenierreihen vordrangen abgewehrt.

Es handelt sich um eine Waffe, die von sogenannten Doppelsöldnern bzw. Schwertspielern verwendet wurde. Doppelsöldner waren gutbezahlte Spezialisten, denen ein doppelter Sold gezahlt wurde. Die Aufgabe von Doppelsöldnern war gefährlich, was sich in ihrer oft kurzen Lebensdauer widerspiegelte.